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Deutscher Mindestlohn – unser Muss für Europas Soll.

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10 Euro Mindestlohn

Athen in Trümmern, Rom in Flammen und Berlin am Boden? Was wie europäische Vergangenheit klingt, könnte Zukunft der Eurozone werden. Das wollen wir verhindern: mit unserer Initiative “Das ist ja wohl das Mindeste”, die den Mindestlohn in Deutschland fordert.

Der Hintergrund:

Die europäische Währungsunion hat einen Lohnanstieg in den Euro-Ländern und deren Verlust an Wettbewerbsfähigkeit geführt. Volkswirte wie Politiker fordern: Bekämpft die Ursache der Krise und gebt den Defizitländern Wettbewerbsfähigkeit statt Darlehen! Wettbewerb fördert die Produktivität der Länder und einheimische Lebensmittel etc. werden für die Menschen günstiger.

Das Ziel:

Die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Länder muss wiederhergestellt werden!

Der Weg:

Anstatt über Probleme anderer zu philosophieren, sollten wir einfach mehr konsumieren! Das zeigt der deutsche Exportüberschuss von 6 %, den erst ein Konsumanstieg von 24% ausgleichen würde. Mehr Konsum sorgt für mehr Importe aus dem Ausland und stützt so die Euro-Länder.

Das Problem:

Die untere Hälfte der Einkommensbezieher hierzulande muss seit Jahren Lohneinbußen verkraften. Konsum Fehlanzeige

Die Ursache:

Die Gesetze der letzten Jahre fördern einen Verdrängungswettbewerb, der im Niedriglohnsektor Frisöre, Reinigungsfirmen, Gastronomie und Handel am härtesten trifft. Die Unternehmen müssen die Löhne senken um bestehen zu können.

Die Lösung: Höhere Löhne bedeuten zuerst einmal mehr Kaufkraft und mehr Nachfrage.

10 Euro Mindestlohn erhöht jedoch den Arbeitnehmerlohn in Deutschland um fast 10% oder rund 100 Mrd. Euro. Das frei verfügbare Einkommen der Bürger erhöht sich jedoch um mehr als 20% und wird vor allem in den o.g. Dienstleistungsbereichen inklusive Einzelhandel ausgegeben. Dieser Nachfrageschub erhöht die Produktivität der Beschäftigten, da sie in derselben Zeit mehr Kunden haben. Schon ein Umsatzanstieg um 10% wäre mehr als ausreichend um alle Zusatzkosten des Mindestlohnes aufzufangen.

Die Auswirkung auf die Inflation ist vernachlässigbar

Unternehmensdienstleister wie Wachleute und Putzfirmen haben natürlich in den meisten Fällen keinen direkten Umsatzanstieg, sondern müssen die Kosten an ihre Auftraggeber weitergeben. Damit erhöhen sich die Kosten für das Endprodukt, sagen wir mal einen VW-Golf nur unmerklich: Die Arbeiter in dendeutschen Produktionsbetrieben erhalten nämlich schon heute deutlich höhere Löhne. Facharbeiter der IG Metall kommen auf 3.000-5.000 EUR pro Monat. Wenn also der Wachmann und die Mitarbeiter in der Kantine etwas höhere Löhne bekommen verteuert sich unser VW-Golf nur um wenige cent.

Die Hochrechnung: (als Grafik)

10 Millionen Wenigverdiener x 3 EUR/Std. x 100 Monatsstunden x 12 Monate würden 36 Mrd. EUR ausmachen – knapp 20 % der frei verfügbaren Einkommen (nach Miete und restlichen Fixkosten). Die Konsumausgaben für Gastronomie, Freizeit etc. würden davon profitieren und um ca. 20 % steigen.

Die Politik: Die SPD plädiert wie Teile der CDU für gesetzliche Mindestlöhne. Mit unserer Initiative pro Mindestlohn wird auch der Rest um Angela Merkel und die FDP überzeugt. Die Liberalen dürften das politische Eingreifen in freie Märkte in diesem Sonderfall akzeptieren, um die Währungsunion zu stärken. 

Das Fazit: Der Mindestlohn dürfte in Deutschland Konsum und Import ankurbeln und positiv im Sozial- und Gesundheitswesen wirken. Die Defizitländer würden gleichzeitig wettbewerbsfähiger und die Eurozone insgesamt stabiler werden. Dann wäre “das Mindeste” für Deutschland und Europa am Ende das Beste!

 

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